Die 320×160-mm-LED-Modul ist in der globalen LED-Display-Branche zur de-facto-Standardgröße geworden. Ob Sie eine Innenwerbe-Wand, einen mobilen Bühnenhintergrund oder ein fest installiertes Außenwerbeplakat errichten – wahrscheinlich werden Sie mit genau diesem Modulformat arbeiten. Doch warum hat gerade diese Abmessung eine so breite Akzeptanz gefunden, und wie wählen Sie die richtige Variante für Ihr Projekt aus?
Dieser Leitfaden enthält alles, was Sie wissen müssen – von technischen Spezifikationen und verfügbaren Pixelabständen über Montage und Wartung bis hin zu Kaufempfehlungen – damit Sie fundierte Entscheidungen mit voller Sicherheit treffen können.
Ein LED-Modul mit den Abmessungen 320 × 160 mm ist ein eigenständiges Anzeigepanel mit einer Breite von 320 Millimetern und einer Höhe von 160 Millimetern. Jedes Modul enthält ein Raster aus LED-Pixeln, die auf einer Leiterplatte (PCB) montiert sind, von Treiber-ICs angesteuert werden und in einem Kunststoff- oder Metallrahmen untergebracht sind. Mehrere Module werden zu einer vollständigen LED-Anzeigetafel beliebiger Größe zusammengesetzt.
Das Modul wird mit einer Empfangskarte, einer Stromversorgung und einem Steuersystem (typischerweise von Marken wie Novastar, Colorlight oder LINSN) verbunden, um Videoinhalte, Bilder oder Text anzuzeigen.
| Physikalische Parameter | Spezifikationsdetails |
|---|---|
| Modulmaße | 320 mm × 160 mm |
| Seitenverhältnis | 2:1 |
| Typische Dicke | 12–18 mm |
| Gewicht | 0,3–0,5 kg (je nach Pixelabstand) |
| Material | Kunststoff (für den Innenbereich) / Aluminium (für den Außenbereich) |
| Befestigungsart | Magnetische Frontwartung oder schraubbefestigt |
Dieses Seitenverhältnis von 2:1 macht das Modul äußerst flexibel für das Gehäusedesign. Vier Module in einer 2×2-Anordnung bilden einen Cluster mit den Abmessungen 640 × 320 mm – oder zwei Module nebeneinander ergeben eine perfekte Streifenform mit den Abmessungen 640 × 160 mm, die sich optimal an viele Standardgehäuserahmen anpasst.
Die LED-Display-Branche verwendete zuvor eine breite Palette von Modulgrößen: 160 × 160 mm, 128 × 128 mm, 192 × 192 mm, 250 × 250 mm und 320 × 320 mm. Warum hat sich jedoch die Größe 320 × 160 mm durchgesetzt?
BRANCHENFAKT: Das Format 320 × 160 mm macht schätzungsweise 60–70 % aller weltweit verkauften LED-Displaymodule für Innen- und Außenanwendungen aus.
| Pixelabstand | Auflösung (W x H) | Gesamtzahl der Pixel | Typischer Anwendungsfall | Helligkeit |
|---|---|---|---|---|
| P1.53 | 208 × 104 | 21,632 | Ultrafein für Innenräume, Broadcast-Studios | ≥ 600 cd/m² |
| P1.86 | 172 × 86 | 14,792 | Konferenzräume, Einzelhandel | >= 800 cd/m² |
| P2.0 | 160 × 80 | 12,800 | Innenwerbung, Leitstände | >= 800 cd/m² |
| P2.5 | 128 × 64 | 8,192 | Innendisplays, Ausstellungen | >= 1.000 cd/m² |
| P3.076 | 104 × 52 | 5,408 | Teilweise im Freien, Einkaufszentren | >= 1.200 cd/m² |
| P4 | 80 x 40 | 3,200 | Innenbereich, großformatig, Bühnenhintergrund | >= 1.500 cd/m² |
| P5 | 64 × 32 | 2,048 | Außenwerbung, Straßenschilder | >= 4.000 cd/m² |
| P6.67 | 48 × 24 | 1,152 | Außenwerbeplakatwände, Stadien | >= 5.000 cd/m² |
| P8 | 40 x 20 | 800 | Große Außenwerbeplakatwände | >= 6.000 cd/m² |
| P10 | 32 x 16 | 512 | Autobahnschilder, Großveranstaltungs-Displays | >= 7.000 cd/m² |
So lesen Sie die Tabelle: P2,5 bedeutet, dass der Abstand zwischen den Pixelmittelpunkten 2,5 Millimeter beträgt. Ein P2,5-Modul mit den Abmessungen 320 × 160 mm enthält daher 128 Pixel horizontal und 64 Pixel vertikal, insgesamt also 8.192 einzelne LED-Pixel.
Obwohl das Format 320 × 160 mm identisch ist, unterscheiden sich Innen- und Außenmodule erheblich in Aufbau und Leistung.
PRO-TIPP: Verwenden Sie niemals ein Indoor-Modul im Außenbereich. Die geringere Helligkeit und das Fehlen einer Wasserschutzklasse führen zu schnellem Verschleiß und Ausfall. Stellen Sie vor der Inbetriebnahme stets die IP-Schutzart sicher.
Die optimale Pixel-Pitch hängt in erster Linie von der Betrachtungsentfernung ab. Eine einfache Faustregel: Die minimale Betrachtungsentfernung in Metern entspricht in etwa der Pixel-Pitch in Millimetern.
| Pixelabstand | Minimale Betrachtungsdistanz | Bestes für |
|---|---|---|
| P1,53–P2,0 | 1,5–2,0 Meter | Nahbereich: Leitstände, Rundfunkstudios, Verkaufstheken |
| P2,5–P3,0 | 2,5–3,0 Meter | Konferenzräume, Foyers, Messen |
| P4–P5 | 4–5 Meter | Bühnenhintergründe, Event-Bildschirme, Einkaufszentrum-Atrien |
| P6,67–P8 | 6,5–8 Meter | Außenwerbeplakate, Gebäudefassaden |
| P10 | mehr als 10 Meter | Autobahnschilder, Stadion-Umfeldtafeln |
Zusätzlich zu berücksichtigen:
Ein Standard-Schrank mit den Abmessungen 640 × 640 mm fasst genau vier Module mit den Abmessungen 320 × 160 mm in einer 2 × 2-Anordnung auf. Dieses modulare Design ermöglicht eine schnelle Montage vor Ort.
| Zielbildschirmgröße | Gehäuse (640 × 640 mm) | Module (320 × 160 mm) |
|---|---|---|
| 1,92 m × 1,28 m (ca. 87 Zoll) | 3 × 2 = 6 Gehäuse | 24 Module |
| 3,84 m × 2,24 m (ca. 170 Zoll) | 6 × 3,5 = 21 Gehäuse | 84 Module |
| 5,76 m × 3,2 m (ca. 260 Zoll) | 9 × 5 = 45 Schränke | 180 Module |
Die meisten 320 × 160 mm Indoor-Module unterstützen eine magnetische Frontwartung – das Modul kann mithilfe eines Saugwerkzeugs von der Vorderseite abgezogen werden, ohne dass Zugang zur Rückseite des Displays erforderlich ist. Dies ist entscheidend bei wandmontierten Installationen, bei denen kein Zugang zur Rückseite möglich ist.
Outdoor-Module verwenden üblicherweise eine schraubfest montierte Rückwartung, für die Zugang hinter dem Display erforderlich ist. Einige Premium-Outdoor-Schränke bieten mittlerweile ebenfalls eine Frontwartung an, allerdings zu höheren Kosten.
Das Modulformat 320 × 160 mm ist mit allen gängigen LED-Steuersystemen kompatibel:
| Kontrollsystem | Software | Bestes für |
|---|---|---|
| Novastar | NovaLCT / VNNOX | Professionelle Installationen, große Veranstaltungsorte |
| Colorlight | LEDVision | Kostengünstig, weit verbreitet im Mietbereich |
| Linsn | LEDStudio | Traditionelle feste Installationen |
| Huidu | HD-Player | Standalone-Displays und über WLAN gesteuerte Displays |
Bei der Bestellung von Modulen bestätigen Sie stets den Typ der Empfangskarten-Schnittstelle (üblicherweise HUB75 für Innenbereiche, HUB320 für Außenbereiche), um die Kompatibilität mit Ihrem Steuersystem sicherzustellen.
Bei der Beschaffung von LED-Modulen mit den Abmessungen 320 × 160 mm sollten Sie neben Pixelabstand und Preis folgende Faktoren bewerten:
Hochwertige LED-Chips von Nationstar, Kinglight oder Nichia bieten eine bessere Helligkeitsgleichmäßigkeit, Farbkonstanz und Lebensdauer (nominelle Lebensdauer von 100.000 Stunden).
Treiber-ICs von Macroblock (MBI5124, MBI5252) oder Chipone gewährleisten ein gleichmäßigeres Graustufenverhalten und höhere Bildwiederholraten (≥ 3.840 Hz), was insbesondere für Aufnahmen mit Kameras entscheidend ist.
Achten Sie auf Module mit mindestens vier Leiterplattenschichten für eine verbesserte Wärmeableitung. Dickere Kupferbahnen (≥ 1 oz) erhöhen die Zuverlässigkeit.
Die Kunststoffmaske sollte eng sitzen, ohne Lücken. Prüfen Sie die einheitliche Ausrichtung der LEDs – falsch ausgerichtete LEDs verursachen sichtbare Linien und Farbverschiebungen.
Technisch möglich, jedoch nicht empfohlen. Module mit unterschiedlichen Pixelabständen weisen pro Modul unterschiedliche Auflösungen auf, wodurch eine nahtlose Bildausrichtung erschwert wird. Falls eine Mischung unumgänglich ist, nutzen Sie die Skalierungs- und Zuschnittsfunktionen des Steuerungssystems, um separate Zonen zu erstellen.
Das hängt vom Pixelabstand ab. Ein P2-Modul weist beispielsweise 160 × 80 Pixel auf. Um eine Auflösung von 1920 × 1080 zu erreichen, benötigen Sie 12 Module in der Breite (12 × 160 = 1.920) und 13,5 Module in der Höhe (13,5 × 80 = 1.080). Die physikalische Größe beträgt dann 3,84 m × 2,16 m (entspricht etwa einer Diagonalen von 151 Zoll).
Innenmodule verbrauchen im Vollweiß-Betrieb etwa 15–30 W pro Modul. Außenmodule verbrauchen 30–60 W pro Modul. Der durchschnittliche Real-World-Verbrauch liegt je nach Helligkeit des Inhalts bei etwa 30–50 % des Maximalwerts.
Physikalisch ja – die meisten entsprechen denselben Bohrlochpositionen für die Montage. Elektrische Schnittstellen, Farbkalibrierungsprofile und Steckerbelegungen können jedoch variieren. Für ein einzelnes Projekt ist es daher ratsam, alle Module vom selben Hersteller zu beziehen.
Qualitätsmodule haben eine Nennlebensdauer von 100.000 Stunden bis zur Halbhelligkeit. Bei einer täglichen Nutzung von 12 Stunden entspricht dies einer Betriebsdauer von etwa 22 Jahren. In der Praxis führt häufig die technologische Obsoleszenz zu einem Austausch, noch bevor ein physikalischer Ausfall eintritt.
Das 320 × 160 mm große LED-Modul ist nicht nur eine weitere Größenoption – es bildet das Rückgrat des modernen LED-Display-Ökosystems. Durch seine standardisierten Abmessungen werden Kosten gesenkt, die Logistik vereinfacht und Display-Projekte von der Planung über die Installation bis hin zur langfristigen Wartung vorhersehbarer.
Bei der Auswahl Ihrer Module sollten Sie sich auf den richtigen Pixelabstand für Ihre Betrachtungsdistanz konzentrieren, die Spezifikationen für Innen- oder Außenbereich an Ihre Umgebung anpassen und die Komponentenqualität – LED-Marke, Treiber-IC und Leiterplattenkonstruktion – überprüfen, statt allein nach dem Preis zu wählen. Ein sorgfältig beschafftes Modul mit den Abmessungen 320 × 160 mm bietet jahrelang zuverlässige und hochwertige visuelle Leistung. Ob Sie eine einzelne Ladenfenster-Anzeige oder eine stadionübergreifende Videowand realisieren – dieses modulare Format bietet Ihnen die Flexibilität, Skalierbarkeit und Wertschöpfung, die keine maßgeschneiderte Lösung in dieser Form erreichen kann.
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